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Auf ihrer diesjĂ€hrigen „Attera Totus Sanctus World Tour“ machte die schwedische Black Metal Legende DARK FUNERAL auch in Essen ihre Aufwartung. Mit im GepĂ€ck hatten sie die Black Metaler NAGLFAR, ebenfalls aus Schweden, ENDSTILLE aus Kiel und die finnischen Death/Trasher von AMORAL.

Passend zum nordischen Black Metal, der ja immer eine gewisse KÀlte ausstrahlt, stand das Publikum an diesen Donnerstag  Abend in Essen in klirrender KÀlte im Schneegestöber und wartete vor dem Turock auf Einlass.

Im ĂŒberraschend gut besuchten Turock enterten um zwanzig Uhr die Youngsters von AMORAL die BĂŒhne und hatten zu Beginn erst einmal mit Soundproblemen zu kĂ€mpfen, denn der Gesang von Frontmann Niko kam ĂŒberhaupt nicht durch. Die Band legte sich mĂ€chtig ins Zeug, aber ihre Mischung aus Death/Trash kam auf das Black Metal eingestimmte Publikum ĂŒberhaupt nicht an.

Nach einer halben Stunde Spielzeit verließen sie dann die BĂŒhne, ohne das Publikum richtig eingeheizt zu haben. Schade eigentlich, denn in einem anderen Tourpackage wĂ€re die Band besser aufgehoben gewesen.

Und nach kurzer Umbaupause betrat dann das Kieler Kampfgeschwader ENDSTILLE unter Jubel die BĂŒhne und knĂŒppelte sich bösartig, alles zermalmend durch ihr Programm. Frontmann Iblis stand meist im Dunkeln am BĂŒhnenrand, rĂŒhrte sich kaum, wĂ€hrend Basser Cruor der einzige der Band war, der sich ĂŒber die BĂŒhne bewegte.

Die Temperaturen stiegen merklich an, im Publikum kreisten die Matten, und die Pommesgabeln wurden in Richtung Band gestreckt. Auf der BĂŒhne floss sichtlich der Schweiß, wobei das Corpsepaint langsam verlief. Dann, nach 35 minĂŒtiger Spielzeit verließ  ENDSTILLE ohne Zugabe die BĂŒhne.

Nach einer erneuten kleinen Umbaupause ging das Licht wieder im Turock aus, ein kurzes Intro ertönte, und dann standen NAGLFAR aus Schweden auf dem Programm. Hier wurde moderner Black Metal zelebriert, der laut und klar aus den Boxen kam, fernab des Old School Black Metals.

SĂ€nger Kristoffer hat sich mittlerweile zu einem herausragenden Shouter entwickelt, der das Publikum zu dirigieren wusste. Dieses ging voll mit. Die ersten Crowdsurfer erschienen, und es machte allen sichtlich Spaß.  Der Rest der Band bestach durch eine herausragende Performance, spielte vollkommen tight, so dass es wirklich eine Freude war, diese Band live erleben zu dĂŒrfen. Aber nach fĂŒnfundvierzig Minuten war dann der Spaß auch schon leider vorbei, und NAGLFAR verließen ebenfalls ohne Zugabe die BĂŒhne.

Na ja, fĂŒnfzehn Minuten spĂ€ter betrat die Black Metal Legende DARK FUNERAL aus Schweden, nunmehr seit zwölf Jahren existent, in voller Kriegsbemalung die BĂŒhne, um das Turock in Schutt und Asche zu legen. Ihr traditioneller Black Metal wurde schnörkellos vorgetragen
.brachial, infernal, ohne wenn und aber.

Auf der Stage war viel los. SĂ€mtliche Musiker waren stĂ€ndig in Bewegung – bis auf SĂ€nger  Emporer Magus Caligula, der auf der BĂŒhne wie festgefroren dastand, und seine Texte ins Publikum keifte. Highlight an Highlight wurden gespielt, und das Publikum feierte die Band. Doch schon nach knapp einer Stunde Spielzeit war auch dieses Konzert vorbei.

Nun, ein Fazit zu diesem Tourpackage zu ziehen ist nicht schwierig. Gewinner des Abends war eindeutig der Co-Headliner NAGLFAR aus Schweden. Spritzig, unverbraucht, ohne jeglichen Firlefanz rÀumten sie im Turock ab.
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