FALKENBACH INTERVIEW

Posted by Radu On Februar - 14 - 2014

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Zwischen anmutig, aggressiv und episch gibt es keine Grenzen mehr, wenn man sich das neue FALKENBACH Album “Asa” anhört. Obwohl sich an dem Grundprinzip nichts geĂ€ndert hat, erstrahlt die Scheibe im breiten Soundgewand und weiß viele Geschichten zu erzĂ€hlen. Ihr Schöpfer Vratyas nahm sich ausgiebig Zeit, um uns in einem Mailinterview einen tieferen Einblick zu verschaffen.

Hallo Vratyas und vorab herzlichen GlĂŒckwunsch zu „Asa“! Wie geht es dir jetzt nach der Veröffentlichung und gibt es bereits erste Reaktionen von Fans?

falkenbachasa_230_230Danke Dir! FĂŒr mich persönlich ist die Entstehung, vor allem aber die Fertigstellung eines Albums im Studio deutlich bewegender als die Veröffentlichung es letztlich ist. Es liegt ja auch bereits mehr als ein Jahr zurĂŒck, daß Asa im Studio beendet war. Die Mehrzahl der Reaktionen auf Asa waren bisher, soweit ich das sagen kann, sehr positiv, wobei ich allerdings nur einen Bruchteil der Reviews etc zu Gesicht bekomme. Es gibt aber mit jedem Album natĂŒrlich auch einige Menschen, die das anders empfinden, und gewisse VerĂ€nderungen nicht nachvollziehen können. Ich persönlich bin mit Asa so glĂŒcklich, wie ich es vermutlich noch nie zuvor war mit einem Album, und letztlich ist das der einzig entscheidende Punkt fĂŒr mich.

Es ist schön zu spĂŒren, dass es einige Konstanten im Leben gibt, die beim Hören noch das gleiche GefĂŒhl transportieren, wie vor 20 Jahren . Allerdings höre ich zwischen den Zeilen auch eine VerĂ€nderung heraus, welche „Asa“ ein sehr dichtes Gewand geben. Wie ist das Songwriting gelaufen und hat es sich von der Arbeitsweise der vorangegangenen Werke unterscheiden?
Wie genau kann ich mir die Entstehung eines Songs vorstellen? Ist es eine Textzeile oder ein Riff das bei dir im Kopf entsteht und ihr spielt es im Proberaum und lasst es sich entwickeln, oder was passiert bei euch konkret?

Die Entstehung der Lieder hat sich praktisch seit jeher nicht verĂ€ndert, und lĂ€uft im Prinzip noch immer wie vor 20 Jahren. Ich habe eine Idee im Kopf, und meist baut sich daraus ein Lied in Gedanken. Dazu braucht es keine bestimmte Stimmung, keine bestimmten Orte, es braucht nicht einmal Instrumente dazu im Endeffekt. Sobald ein Lied in Gedanken bereit dazu ist, nehme ich es hier daheim in groben ZĂŒgen auf. All die Jahre ĂŒber auf Tape, mit diversen Mehrspur-Rekordern, inzwischen am PC, was wohl den einzigen Unterschied darstellt. Mit den Texten verhĂ€lt es sich Ă€hnlich. Wenn ein Lied fertig ist, habe ich irgendwann einen Text dazu im Sinn, der sich dann praktisch von selbst entwickelt. Sowohl Lieder, als auch Texte, die sich nur zum Teil sofort aufbauen, bleiben meist auch nur Fragmente, die dann eventuell zu einem spĂ€teren Zeitpunkt neu entstehen. Das typische « Arbeiten » an Liedern oder Texten kenne ich eigentlich nicht, und finde es persönlich auch falsch. Ich versuche den Liedern soviel UrsprĂŒnglichkeit zu erhalten, wie möglich, ohne danach noch viel an der Struktur zu verĂ€ndern nachtrĂ€glich.

Falkenbach WaldSeit euren Anfangstagen haben sich auch die technischen Möglichkeiten verÀndert. In wie weit hat es Auswirkungen auf die Art und Weise genommen, wie ihr an neue Songs herangeht?

Einzig die verbesserten Möglichkeiten im Tidalwave Studio nehmen tatsĂ€chlich Einfluss auf ein Album. Patrick Damiani weiß sehr gut, was genau an welchen Stellen meinen WĂŒnschen und Ideen nahe kommt, im Laufe der Jahre haben wir gelernt uns nahezu perfekt zu ergĂ€nzen. SpĂ€testens mit Beginn der Aufnahmen, hat also das Tidalwave Studio dadurch besagten Einfluss auf den Klang der Lieder.

Mittlerweile hast du als Musiker einige Werke veröffentlicht und FALKENBACH ist mit Boltthorn, Hagalaz und Tyrann vom Soloprojektstatus zur Band gewachsen. Welche positiven Unterschiede gibt es im Vergleich zur frĂŒheren Soloperiode?

Auch wenn die Lieder hier daheim in den meisten FĂ€llen ohne sie entstehen in der Rohversion, so haben doch alle 3 ihren Einfluss auf die StĂŒcke, sobald es ins Studio geht. Wie schon erwĂ€hnt, halte ich die Lieder bewusst eher roh, und diese Versionen gehen dann an die anderen Musiker, einige Wochen vor den Aufnahmen. Im Studio selbst gehen dann Aufnahme und Ideenfindung Hand in Hand, so entstehen sehr spontane Dinge stellenweise. Das bezieht sich sowohl auf Bolthorn, der es immer wieder schafft, mit seinen Ideen meine Vorstellungen zu ĂŒbertreffen, als auch fĂŒr Hagalaz und Tyrann gleichermaßen. Ich sehe keinerlei Nachteile, nur Vorteile, wobei Falkenbach mit einer Band im eigentlichen Sinne aber auch nur schlecht zu vergleichen sein dĂŒrfte.

Wenn du an die Produktion deiner Alben denkst (von den Anfangstagen bis heute): worauf legst du besonderen Wert, bevor ein ein neues Album das Licht der Welt erblicken darf?

KlĂ€nge sind wie Farben. Der Klang einer Gitarre kann auf eine gewisse Weise bestimmte Farben darstellen, mehrere Instrumente gemeinsam können bestimmte Farben entstehen lassen, und solche Dinge sind es, nach denen ich bei Aufnahmen suche. Die Lieder und Texte mĂŒssen schlicht « richtig » sein, anders, oder gar besser kann ich es nicht beschreiben, aber der Klang der Instrumente sollte, wie erwĂ€hnt, bestimmte Farben haben. Auf solche Dinge lege ich großen Wert, aber ich schĂ€tze es dĂŒrfte klar sein, daß es unter UmstĂ€nden schwierig ist, solche Vorstellungen in Worte zu kleiden, und anderen Menschen entsprechend mitzuteilen. Zudem entstehen solche Dinge auch nicht nach Plan, es gibt kein festes Rezept dafĂŒr. Dinge, die « richtig sind », erschaffen aus sich selbst heraus bereits manchmal entsprechende Farben, aber man braucht auch den richtigen Menschen im Studio, der dies umzusetzen weiß, was durch Patrick Damiani absolut der Fall ist.

Falkenbach NEbelSowohl die Musik, als auch die ganze PrĂ€senz von FALKENBACH ist seit Anbeginn im mystischen Nebel getaucht; keine Person, die sich im Mittelpunkt stellen oder aus ImagegrĂŒnden penetrant anbiedern möchte. Die Musik hat seit deinen frĂŒheren Alben immer noch eine sehr intensive Faszination auf die Menschen. Mittlerweile hat sich die Musiklandschaft und auch das VerhĂ€ltnis zur Musik stark verĂ€ndert (weg vom Tapetrading, hin zu Massenkonsumwaren, Downloads usw.) Wie denkst du darĂŒber und hat sich etwas an deiner Grundeinstellung zur Musik seit den Anfangstagen etwas geĂ€ndert?

Musik ansich, vor allem aber in diesem Genre mittlerweile, ist scheinbar zu einem reinen, schnelllebigen Konsumgegenstand geworden fĂŒr die meisten Menschen. NatĂŒrlich steigt die objektive QualitĂ€t der Musik weiter an, ebenso die QuantitĂ€t. Es gibt so unendliche viele Bands, noch mehr Alben, und alles prasselt in die Welt. Daran gibt es nicht viel auszusetzen ansich. Allerdings Ă€ndern sich mit der Zeit auch Herangehensweisen und BeweggrĂŒnde, sowohl fĂŒr die entsprechenden Bands, als auch fĂŒr die Hörer/Fans. Heute scheint es zum guten Ton zu gehören, daß jeder Musiker einer Band, neben zig offiziellen Band-Seiten auf Myspace und Facebook, der Homepage etc, noch persönliche Musiker-Seiten hat. Ein neuer Haarschnitt von Musiker XY der Band YZ wird bejubelt, Photos der neuesten « Bekanntschaften » nach Konzerten gepostet usw. Musik ist fĂŒr die meisten Bands nur ein Mittel zur Profilierung des eigenen Ego, und der grĂ¶ĂŸte Teil der Fans unterscheidet sich heute inhaltlich kaum noch von jenen Leuten, die einen Justin Bieber anhimmeln. Ich könnte morgen fĂŒr Falkenbach Texte zum Thema « die Geschichte mongolischer Zimtkekse » schreiben, gefĂŒhlte 98% der Menschen wĂŒrden weiterhin von « nordic », « pagan », « viking » oder sonst etwas reden. An -meiner- Grundeinstellung zu -Falkenbach- hat sich nichts geĂ€ndert, wohl aber an meiner Sicht auf das die Musik umgebende Umfeld. Das Ganze ist ein vom Business geprĂ€gtes Bild, in welchem kleine Belohnungen, etwas Geld, scheinbarer Ruhm, aus Menschen etwas macht, das in meiner Welt keinen Platz finden möchte. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich all das verstehen, aber viele Dinge sind mir persönlich einfach zuwider. Wobei ich hier von -meinen- Vorstellungen fĂŒr -mich- spreche, davon ab soll jeder Mensch gerne tun was immer er/sie fĂŒr richtig erachtet. Allerdings verwundert es mich von Zeit zu Zeit, daß ein im Grunde normales Verhalten heutzutage als « mystisch » oder « geheimnisvoll » gesehen wird, andererseits aber Menschen, die sich wie Clowns schminken, möglichst heidnisch, satanistisch oder sonstwie von ihrer Homepage auf die Menschheit hinab blicken, und jede noch so bemitleidenswert banale Möglichkeit nutzen, um sich ein wenig Öffentlichkeit zu verschaffen, als « normal» gelten.

Ein kurzer Ausflug ins Musikgenre; wenn du dir heute die Metal Bands anschaust, die in den 90ern Musik gemacht haben. Was denkst du ĂŒber die musikalische Entwicklung der Metal/Black-Metal Szene und wie schĂ€tzt du die weitere Zukunft der Musiklandschaft ein?

Es wird qualitativ noch hochwertiger werden, die Musiker werden bessere Möglichkeiten haben, und neue Ideen. Was mir, ehrlich gesagt, persönlich gleichgĂŒltiger nicht sein könnte, da mich dieses Genre musikalisch schlicht und einfach nicht interessiert. Dass die Entwicklung zudem auch weiterhin in Richtung « Pop-Stars » gehen wird, wie oben bereits angedeutet, halte ich ebenso fĂŒr gegeben. Es erinnert mich immer mehr an eine bestimmte Art Mensch, die sich durch ihren Erfolg bei der Wahl zur Dorf-Prinzessin in Oberunterirgendwo, fĂŒr den Mittelpunkt ihrer Welt hĂ€lt. Viele Menschen scheint das zu faszinieren, mich kotzt es wahlweise entweder an, oder es langweilt mich, je nach Tageslaune.

Eure komplette Diskographie ist in sich tief verwurzelt und funktioniert genre- und zeitĂŒbergreifend. Dennoch schafft ihr es, im Puls der Zeit zu atmen. Wie macht ihr das?

Ich kenne den besagten Puls der Zeit nicht einmal, von daher fĂ€llt mir eine Antwort auf diese Frage eher schwer. Falkenbachs Lieder klingen vermutlich in weiten Teilen noch immer wie sie vor fast 20 Jahren geklungen haben, wenn man den Klang der Aufnahme selbst ein wenig ausblendet dabei. Ich beantworte Deine Frage also so : wĂ€re der Puls der Zeit ein vollkommen anderer momentan, wĂŒrde Asa trotzdem genau so klingen, wie sie klingt, denn Falkenbach klingt im Grunde immer nur wie Falkenbach klingt, ganz gleich welche Aspekte in der Szene gerade hip sind.

Welche Inspirationsquellen (außer der Musik) benutzt du persönlich, um neue Songs entstehen zu lassen?

Keine, es bedarf keiner Stimmungen, ich brauche keine bestimmten Orte etc. Eine Idee entsteht wann immer sie will, und sie kĂŒmmert sich nicht darum, wo ich gerade bin, was ich mache, oder wie ich mich fĂŒhle.

„Asa“ ist gleichzeitig euer Einstand bei Prophecy Productions. Wie kam es dazu und gibt es bereits erste Reaktionen auf „Asa“von der Plattenfirma?

Nun, mit Martin Koller bin ich seit ĂŒber 15 Jahren immer wieder in Kontakt. UnabhĂ€ngig von Falkenbach, hat er mir mit guten RatschlĂ€gen geholfen, und so ganz aus den Augen haben wir uns ĂŒber all die Jahre nie verloren. Nachdem fĂŒr mich persönliche die Entscheidung, Napalm Rec zu verlassen, feststand, habe ich mir die Zeit genommen ĂŒber grundsĂ€tzliche Fragen nachzudenken. Dazu gehörte auch, ob ein Wechsel zu einem großen Major-Label eine Option wĂ€re fĂŒr Falkenbach. Allerdings habe ich diese Frage fĂŒr mich verneint. Der Schritt hin zu den fast schon familiĂ€ren VerhĂ€ltnissen bei Prophecy war aus heutiger Sicht richtig, auch wenn es natĂŒrlich noch sehr frĂŒh ist fĂŒr ein Urteil. Bislang aber möchte ich nicht klagen. Jene Dinge, die mir wichtig waren, die ich durch den Wechsel sicherstellen wollte, sind weitgehend umgesetzt worden. Dabei ging es mir vor allem um « Zeit », keinerlei « Druck » zu haben, weder zeitlich noch sonst wie, und Asa alle Freiheit geben zu können.

Falkenbach WolfThema „Live Auftritte“: Ich kann mir vorstellen, das ein Live Auftritt vor einer großen Masse eine Herausforderung ist, um die Mystik der Songs zu transportieren. Gibt es dahingehend schon konkrete PlĂ€ne? WĂ€re alternativ ein Akustik Set mit einer kleinen Auswahl von Songs in intimerer AtmosphĂ€re (Kirche, Waldlichtung, Mittelaltermarkt) denkbar?

Die PlĂ€ne waren noch nie so konkret wie aktuell. Es ist uns gelungen viele der Probleme zu lösen, die seit Jahren im Raum standen. Es gibt noch 2-3 offene Fragen, aber ich denke auch diese werden wir regeln können. Sollte dies der Fall sein, werden die Proben im FrĂŒhjahr/Sommer 2014 beginnen können. Die Herausforderung wird dabei nicht sein, den Menschen genau das zu geben, was sie jeweils erwarten, denn dies ist ohnehin unmöglich. Von jedem Album, jedem Lied, erwartet jeder Menschen etwas anderes, jedes Lied kommt bei jedem Menschen auch wiederum ganz anders an, bewirkt unterschiedliche Dinge, und so wird es auch bei Falkenbach live der Fall sein. Wie hier daheim, wie auch im Studio, wird Falkenbach live einzig « richtig » sein mĂŒssen, und was « richtig » ist muss ich selbst entscheiden.

Stichwort „Natur“; abgesehen von der Naturverbundenheit und dem damit einhergehenden Glauben unserer Vorfahren. Was bedeutet die Natur fĂŒr dich persönlich?

Ich bin mir sehr sicher, dass Natur fĂŒr mich wenig bis nichts mit dem zu tun hat, was es fĂŒr etwaige Vorfahren dargestellt hat, und vermutlich noch viel weniger mit besagtem Glauben. Meine Sicht der Dinge ist -meine- Sicht, mein Weg ist -mein- Weg, den ich nicht aus alten (oder neuen) BĂŒchern baue, sondern ihn selbst schaffe und gehe. Es wĂŒrde sicherlich -viel- zu weit fĂŒhren, wenn ich versuchen wĂŒrde meine Sichtweisen hier darzustellen, mir liegt auch wenig daran die Menschen damit zu langweilen. Festhalten kann ich aber vermutlich, dass dies nicht sehr viel mit dem zutun haben dĂŒrfte, was heutzutage als Heidentum propagiert und hochgejubelt wird.

Wie stehst du generell zum Thema Musik abseits von FALKENBACH? Bevorzugst du gerne Ă€ltere Alben oder gönnst du dir auch neuere Alben/Bands? Welches Format ist fĂŒr dich authentisch (CD, Vinyl,MP3)?

Ich höre allgemein nur sehr wenig Musik. Was Metal betrifft, so gut wie nichts abseits von Falkenbach. Ansonsten klassische Musik ein wenig zB. Daher sammele ich auch keine Musik, von Falkenbach abgesehen, und höre Musik so, wie es praktisch ist, entweder per CD im Auto, oder am PC.

Wenn es erlaubt ist, ein kurzer Einwurf: meiner Meinung spricht deine Musik fĂŒr sich selbst und bedarf keiner großartigen Werbung, die im Massenkonsum untergeht. Musik ist Kunst und sollte daher entsprechend gewĂŒrdigt werden. Wenn du das Schreiben ebenfalls als Kunst ansehen wĂŒrdest; was wĂŒrdest du dir (von Presse/Magazinen/Foren) wĂŒnschen, um FALKENBACH den Lesern zugĂ€nglich zu machen? GĂ€be es Projekte, Artikel oder ein Buch?

Ich erwarte mir von Presse/Magazinen gar nichts. In den meisten FĂ€llen, und hier sprechen wir natĂŒrlich von Magazinen einer gewissen GrĂ¶ĂŸe / Bekanntheit, wird Aufmerksamkeit nach Geldeingang/Geschenken vergeben. Ob und was dort geschrieben wird, es könnte mich kaum weniger interessieren. In allen anderen FĂ€llen sehe ich Aussagen als genau das, was sie letztlich auch sind : Meinungen einzelner Personen. Ob dies in einem Review ist, in einem Forum, letztlich ist es die Meinung einer Person. Ich schĂ€tze, es steht mir kaum zu, jemandem vorzuschreiben oder zu empfehlen, wie er/sie dies tun sollte. Ob mir das im jeweiligen Fall gefĂ€llt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ein guter Teil der (sehr) positiven Reviews zB, die ich bislang gesehen habe, ist fĂŒr mich im besten Fall nichts sagend, durchmischt mit obskuren Halbwahrheiten, wilden GerĂŒchten, und offenkundig anhand von reinen Annahmen getĂ€tigten Äusserungen. Von islĂ€ndischen Texten, von nordischer Folklore ist die Rede, von Wikinger-Thematik und imaginĂ€ren Wetter-Samples etc pp. Da hilft auch eine Übersetzung der Texte nichts, wie man sieht. Schreiben ist definitiv Kunst, aber bei aller Liebe : das hat ĂŒberhaupt nichts mit dem Thema Presse/Magazine zu schaffen. Wenn es mir darum ginge, mit Falkenbach etwas zu sagen, abseits der Lieder und Texte, dann wĂŒrde ich ein entsprechendes Buch selbst öffentlich machen , denke ich. Und vielleicht ist einigen wenigen, aufmerksameren Menschen dank des Artbook aufgefallen, dass nahezu alle Falkenbach Texte auf einem solchen von mir geschriebenen Buch/solchen BĂŒchern tatsĂ€chlich basieren. Ob das « Kunst » wĂ€re/ist, das mĂŒssten andere Menschen entscheiden. FĂŒr mich ist auch Falkenbach keine « Kunst », sondern einfach es selbst.

Vielen Dank fĂŒr deine Zeit und das Interview! Einige letzte Worte von dir an Fans oder neugierige Ohren?

Danke fĂŒr die UnterstĂŒtzung !
Www.Facebook.com/Falkenbach

Radu

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