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REVIEW: CORONATUS

Posted by Radu On Dezember - 18 - 2013

Coronatus_RecreatioCarminis_MASCD0827Recreatio Carminis

Die konstante Weiterentwicklung von CORONATUS setzt sich auf ihrem fünften Album konsequent fort. Neben hervorgehobenen orchestralen Elementen, sind nun drei Frontdamen (Carmen R. Lorch, Ada Flechtner und Mareike Makosch) an Bord. Zusätzlich hat man eine Schüppe an Abwechslung draufgelegt und tobt sich nun sowohl in klassischen, als auch gothischen und metallischen Gefilden aus.

Nach der opulenten Ouvertüre, legen CORONATUS mit dem bombastischen `Towards Horizon` nach, was klassisch sehr anmutend ist, für Metalfans leider den Eindruck einer angezogenen Handbremse hat. Mit „In meinem Reich“ werden allerdings alle Trumpfe auf den Tisch gepackt; ohrwurmhafte Gesangslinien, dezent eingesetzte Synthies, griffige Gitarren und deutsche Texte, die den Eindruck vermitteln, einem musikalisch hochkarätigem Hörbuch zu lauschen. Erste Station in Sachen Gänsehaut, ehe mit ´The Monk` vorgeprescht wird; Stakkato Drumming, treibendes Geigenspiel, sägende Gitarren und sogar eine kurze Knüppeleinlage! `Schwester` findet sich schnell in den Gehörgängen wieder und sorgt mit seinem bombastischen Flair für Opernhausatmosphäre. Für die elegische Fraktion wurde `Der Gesandte` geschrieben, ehe mit `Winterrosen` ein weiteres Highlight der Band erblüht; die Gesangslinien sitzen und das Langzeitgedächtnis freut sich bei diesem Titel. Im Verlauf des Albums variiert der Spannungsbogen zwar leicht, ehe mit `So tanzt`das obligatorische Trinklied aus den Boxen schallt. Neben neuen Songs wurden den beiden Songs „Fernes Land“ und „Sie stehen am Weg“ mit einem echten female Triple Feature eine Frischzellenkur verpasst. Ob es an das Original ran kommt ist dabei Geschmackssache.

Insgesamt greifen viele Songs und schweißen sich ins Langzeitgedächtnis, obwohl einige leider im Mittelfeld bleiben. CORONATUS haben ihre orchestralen Elemente weiter ausgebaut und wissen besonders mit ihrem deutschsprachigen Gesang zu glänzen. Ein besonderes Lob geht dabei an den Mischer, der bei drei Frauenstimmen bestimmt einen harten Job gehabt, alles unter einen Hut zu bringen. Auf das Ergebnis kann die Band stolz sein.

4,5 Punkte
Radu

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