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BORKNAGAR-”Urd”

Posted by Anna On April - 9 - 2012

BORKNAGAR – „Urd“

borknagar-urdBereits im Vorfeld löste die RĂĽckkehr von ICS Vortex am Mikro BegeisterungsstĂĽrme aus und so teilen sich mit Vintersorg und Keyboarder Lars. A Niedland gleich drei Leute den Gesangsjob. Nach dem ruhigen „Universal“ und der RĂĽckkehr des verlorenen Sohnes waren die Erwartungen entsprechend hochgesteckt, was mit Spannung den ersten Track des Albums einläuten lässt…

Ganze 2 Cymbal Schläge und BORKNAGAR galoppieren mit `Epochalypse` ohne Vorwarnung los. Die Stimme Vintersorgs thront erhaben zu Beginn, bis er sich im Laufe des Songs wieder zum Keifen hinreißen lässt. Achterbahnmäßig bohrt sich der Song durch die Hirnwindungen und man hat kaum Zeit zu verarbeiten, welche musikalische Höchstleistung sich da abspielt. Zwischen Geballer und epischen Riffs ist alles dabei, was einen ehrfürchtig auf die Knie sinken lässt. Mit `Roots` wird eingängig zum Tanz geladen; es ist einfach unglaublich, welche Gitarrenlinien sich durch den Song schlängeln, den Hörer immer wieder bei der Hand nehmen, um sich nicht in der Komplexität des Songs zu verlieren. Gegen Ende des Songs freuen sich Fans der ersten Stunden bereits zum 2. Mal auf die Stimme von Vortex, über die kein Wort mehr zu verlieren ist: man muss sich einmal im Leben eine Gänsehaut von dem Mann abgeholt haben, um die Magie dieser Stimme zu begreifen. `The Bauty Of Dead Cities` hätte auch problemlos auf der „Quintessence“ Platz finden können, allerdings hat er nun mehr Wucht und wartet neben majestätischer Atmosphäre mit saugeilen Breaks auf. Mein persönliches Highlight `The Earthling` definiert ab sofort BORKNAGAR für mich neu, denn hier wird alles abgefeuert, was die Synapsen zum schmelzen bringen: ruhiger Einstieg, epochale Synthesizer um den Song aufzubauen, fixer Mittelpart inklusive Keifstimme, anbetungswürdige Riffs und moshsüchtiges Solo, bevor der Erdling in seiner ganzen Pracht in Hochgeschwindigkeit explodiert und den Refrain auf Maximumstärke für immer in die Hirnwindungen einmeißelt! Nach dieser Offenbarung wird mit `The Plains Of Memories` der Schongang eingelegt und instrumental die smoothe Edition gefahren.

Stakkato Attacken in Perfektion pfeffert uns `Mount Regency` um die Ohren, der außerdem Keyboardsoli zum besten gibt, von denen andere Bands in den 60er mal geträumt haben. Die Gesangsarbeit am Mikro verschiebt die Maximumleistung bequem weiter nach oben, während die Gitarrenriffs eine Atmosphäre erschaffen, die fernab von Gut uns Böse ist. Fixer Einstieg mit `Frostrite` und ICS Vortex als Hauptakteur am Mikro in Topform, damit ist alles gesagt! `The Winter Eclipse` beginnt eingängig, um danach einen Geschwindigkeitsrausch mit ohrwurmartigen Gesangslinien zu erzeugen. Obwohl man glaubt, dass man sich mittlerweile an die Gänsehaut gewöhnt hat, gibt´s immer wieder eine Steigerung. Langsamer geht´s mit `In A Deeper World` zu, wobei erhabene Riffs im Einklang mit epischem Gesang sind. Auf der Digipackversion gibt´s noch `Age Of Creation` als Nachschlag, der BORKNAGAR von der leicht verspielten Seite zeigt. Mit dem Metallica Cover `My Friend Of Misery` gibt´s die Zigarette nach dem Ohrgasmus.

Produktionstechnisch die volle Wucht, nach mehreren Anläufen ist das menschliche Gehirn fähig, die Genialität von „Urd“ in seinem vollen Umfang zu erfassen, Gänsehautfaktor auf der ganzen Linie, lyrische Vollbedienung. Adjektive wie berauschend, episch, stürmisch sind die ersten, die einem einfallen, um dieses Album zu beschreiben. Mit diesem Album haben BORKNAGAR einen neuen Maßstab gesetzt.

Fazit: AnbetungswĂĽrdig!

6/6 Punkten
Radu

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