EISBRECHER INTERVIEW

Posted by admin On November - 23 - 2010

Ein nicht immer ganz ernst gemeintes Interview mit Sänger Alexander „Alexx“ Wesselsky von EISBRECHER: Auf Tour mit Tarja und Alice Cooper. Eine besondere Ehre? Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Natürlich, Hundertprozentig. Hey, wir sind mit dem Erfinder des Schockrocks unterwegs. Einer der uns alle mitgeprägt hat. Früher hatte man den Wunsch Rockstar zu werden und fand Alice Cooper cool. Dann kam Waynes World mit dieser Kultszene. Wir sind sicher nicht die ersten und auch nicht die letzten. Aber es ist eine tiefe Ehre, die man empfindet als Musiker. Und Tarja, na klar, insbesondere für uns Männer auch optisch etwas ganz besonderes.“

Ihr stellt hierbei auch Stücke aus eurem neuen Album Eiszeit vor, welches in den TOP 5 gelandet ist. Woher kommt dieser Erfolg?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Es ist das Ergebnis langer und harter Arbeit. Eisbrecher gibt es seit 2003. Wir haben offensichtlich und zum Glück seit dieser Zeit einiges richtig gemacht. Man muss mit so einem Album viele Sparten bedienen. Es muss das richtige für die Clubs dabei sein, denn im Radio und TV finden Bands wie wir nicht statt. Also müssen ein paar Stücke das Tanzbein in Schwung bringen, mit ein paar anderen willst Du auf der Bühne richtig Gas geben. Es ist von allem ein bisschen: Glück, Arbeit, Charisma usw. und die große Unbekannte. Dennoch, wir haben hart für das Album gekämpft und unser Kampf ist noch lange nicht zu Ende. Wir spielen eine halbe Stunde im Vorprogramm. Gut, von Alice Cooper. Aber man sieht, es ist noch ein langer Weg.“

Das neue Album erscheint ein wenig weicher als der Vorgänger. Täuscht dies? Ist dies so passiert oder war es Absicht um ein wenig mehr die Massen anzusprechen?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Das täuscht sicherlich. Ich höre eigentlich mehr gegenteilige Meinungen. Die meisten sagen, es sei sogar die härteste Scheibe. Für mich aber war „Sünde“ härter. Eisbrecher ist und bleibt eine Mischung aus Hardrock, Schlager, Rock, Heavy Metal, Gothic und vielen anderen Stilrichtungen. Wir hatten auch keinen Plan, die Platte so oder anders zu machen. Sie wurde von allein, was sie ist und letztlich passte der Titel „Eiszeit“ gut ins Thema, weil uns bei den Aufnahmen schon kalt geworden ist und weil es in die Welt passt.“

Was hat sich seitdem geändert?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Nichts. Gut, wir waren auf der „5“ und haben einen Major-Plattenvertrag unterschrieben und sind vom Indielabel weg. Wir werden versuchen, die „1“ zu holen und würden uns über mehr Publikum freuen. Wir spielen im Schnitt vor 1000 oder 1500 Leuten, das ist kein Grund zum Größenwahn. Das wird allerdings wohl auch nicht mehr passieren, also das mit dem Größenwahn. Nich wenn man, wie ich über 40 ist, denke ich. Aber wir haben den Ehrgeiz, eine Größe zu werden und unsere Duftmarke zu setzen irgendwo zwischen Unheilig und Rammstein. Ansonsten ist alles wie gehabt.“

Wie liefen die ersten Konzerte mit Cooper und Tarja?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Alles gut. Wir haben ja auch nichts zu verlieren. Wir sind ja quasi der Dosenöffner, die Einpeitscher und Einheizer. Wir wollen die Leute überzeugen, Ihnen zeigen, dass es uns gibt. Eisbrecher als Einheizer ist ja ein gutes Wortspiel. Klar, etwas mehr Publikum wäre schon schön. Die Cooper-Tour ist wohl nicht so gut besucht wie gewünscht. Das verstehe ich gar nicht. Keiner weiß, ob Alice Cooper noch ein Mal nach Deutschland kommt. Und der macht eine tolle Show. Das ist Big American Entertainment. Er ist eine Ikone. Man muss es gesehen haben.“

Könnt ihr euch ein Akustik-Set vorstellen?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Ja, aber das ist kein Muss. In unseren Shows spielen wir kleine akustische Sessions, die flechten wir ins Programm ein. Wir fragen auch die Leute, was man bei ihnen so singt? So singen wir ins Sachsen das „Sachsenlied“ und in Niedersachsen das „Niedersachsenlied“. Das geht immer mit der Einleitung von „Tränen lügen nicht“ los. Vielleicht machen wir mal etwas anderes. Aber Eisbrecher klassisch, so wie es derzeit viele machen, wird es nicht geben.“

Nach dieser Support-Tour gibt es noch Abschlusskonzerte. Ist danach mal erst eine schöpferische Pause angesagt?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Ja, dann gehen wir alle zum Arzt und suchen eine Chance auf Erholung und Rekonvaleszenz, insbesondere für den Kopf und für den Rücken. Im Rücken bin ich im Moment etwas angeschlagen.Aber natürlich wollen wir uns etwas sammeln und am neuen Album arbeiten. Da hatten wir uns für diese Tour viel vorgenommen und wenig eingehalten. Im September oder Oktober wird es das neue Monsteralbum geben und damit ein Ruck durch Deutschland gehen. Es wird das beste Album unseres Lebens. Hoffentlich.“

Das Jahr nähert sich dem Ende. Was erhoffst Du Dir von 2011?

Alexander „Alexx“ Wesselsky: „Die „1“. Nicht unbedingt in den Singlecharts. Obwohl, die auch. Eisbrecher wird alle deutschsprachigen Bands, egal ob Gothic, Schlager, Metal wegfegen und auch den „Graf“ übertrumpfen. Wir wollen in allen Charts die „1“. LP, Disco, Single, Alternative, Download und überhaupt. Und eine Titelstory bei euch. Ich selbst wünsche mit ´Gute Besserung´. Wir werden die Größten werden und ein Konzert in Dortmund/Westfalen in der ausverkauften Westfalenhalle spielen. Dann werden wir uns bei Alice Cooper revanchieren und ihn als Support einladen. Klingt das größenwahnsinnig? Nein, oder?“

Unmittelbar danach folgte der Spurt zum Soundcheck.

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