Diesmal ging es für mich nicht vor die Bühne, sondern mitten hinein in die Entstehung des neuen Albums von MAVORT. Ich war bei den Aufnahmen zu „A Slow Combustion Of Everything We Were“ („Ein langsames Verbrennen von allem, was wir waren“) dabei und hatte gleichzeitig die Aufgabe, die Fotos für die kommende Veröffentlichung zu machen.

Aufgenommen wird das acht Songs umfassende Konzeptalbum im L1 – Lager 1 Studio in Castrop-Rauxel. Produzent Markus Seiler begleitet die Band bei den Aufnahmen. Das Studio liegt idyllisch und bietet eine angenehm entspannte Atmosphäre. Für mich war es spannend, MAVORT einmal abseits der Bühne zu erleben und einen direkten Einblick in die Arbeit an den neuen Songs zu bekommen.

An meinem Studiotag wurden die Bassspuren, die zweite Gitarre und ein Teil des Gesangs aufgenommen. Dabei konnte ich unmittelbar miterleben, wie die einzelnen Instrumental- und Gesangsspuren für die späteren Albumversionen entstehen. Während an den Aufnahmen gearbeitet wurde, entstanden parallel meine Fotos für die neue Veröffentlichung.

Auch musikalisch ist eine Entwicklung zu hören. Die neuen Songs kommen deutlich druckvoller und härter daher als das bisherige Material von MAVORT. Der Groove Metal bildet weiterhin das Fundament, doch die neuen Stücke wirken insgesamt aggressiver und direkter. Gleichzeitig wird eine Ballade auf der LP für einen bewussten Kontrast sorgen.
„A Slow Combustion of Everything We Were“ ist als Konzeptalbum mit acht Songs angelegt. Die einzelnen Stücke stehen dabei nicht einfach für sich, sondern sind Teil des übergeordneten Konzepts. Genau diese Verbindung zwischen den Songs wird am Ende entscheidend für die Wirkung des Albums sein.

Auch das Cover hat eine persönliche Geschichte. Die Idee für das Artwork stammt von Sänger Timo. Für die Umsetzung konnte MAVORT den international tätigen Coverkünstler Yan Sek gewinnen, der unter anderem bereits für BRING ME THE HORIZON gearbeitet hat.
Das Album soll auf CD und LP erscheinen. Als Veröffentlichungszeitraum ist derzeit das Ende dieses Jahres beziehungsweise der Beginn des kommenden Jahres vorgesehen.
Für mich war dieser Studiotag eine besondere Erfahrung. Ich durfte die neuen Songs bereits vor ihrer Veröffentlichung hören und gleichzeitig mit meinen Fotos einen eigenen Teil zu dieser kommenden Platte beitragen. Vor allem die musikalische Entwicklung ist mir dabei aufgefallen: Die neuen Songs haben deutlich mehr Druck und zeigen, dass MAVORT ihren Sound weiterentwickeln. Jetzt bin ich gespannt auf das fertige Album und darauf, wie die acht Songs am Ende gemeinsam funktionieren – und natürlich darauf, meine Fotos später auf der fertigen Veröffentlichung wiederzufinden.

