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Als ich Ally fährt Bahn in die Hand genommen habe, dachte ich zunächst: Was kann an Zugfahrten schon so spannend sein? Nach wenigen Seiten war klar, dass es dabei um viel mehr geht als nur um die Reise von A nach B.

Ally, vielen als Geigerin der SUBWAY TO SALLY bekannt, erzählt von Verspätungen, Zugausfällen, dem Bordbistro, überfüllten Waggons und der manchmal vergeblichen Suche nach einer funktionierenden Toilette. Das sind Situationen, die wohl jeder kennt, der regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist. Genau deshalb musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln.

Besonders gefallen hat mir, dass das Buch nicht in eine pauschale Abrechnung mit der Bahn abrutscht. Stattdessen beschreibt Ally den ganz normalen Wahnsinn des Reisens mit viel Humor und einem feinen Blick für die kleinen Absurditäten des Alltags. Viele Geschichten haben bei mir sofort Erinnerungen an eigene Bahnfahrten geweckt.

Ally fährt Bahn ist für mich eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre, die sich angenehm liest und immer wieder für ein Lächeln sorgt. Wer selbst regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, wird sich in vielen Episoden wiederfinden. Fans der SUBWAY TO SALLY lernen Ally zudem einmal abseits der Bühne kennen.

Am Ende zeigt Ally fährt Bahn, dass die besten Geschichten manchmal gar nicht am Ziel entstehen, sondern irgendwo zwischen Bahnsteig, Bordbistro und der Durchsage, dass sich die Ankunft voraussichtlich um wenige Minuten verzögert – und jeder im Abteil längst weiß, was das wirklich bedeutet.

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