Die Westfalenhalle war an diesem Abend fast ausverkauft. Schon vor dem Eingang bildeten sich lange Schlangen, und bei den Ordnern herrschte zeitweise etwas Chaos. Wir mussten also erst einmal warten. Ich nutzte die Zeit und gönnte mir vor dem Einlass noch ein Bier und eine Bratwurst. So ließ sich die Wartezeit zumindest angenehm überbrücken.
Als EXTREME schließlich den Abend eröffneten, hatten sie für eine Supportband erstaunlich viel aufgefahren. Der Sound passte von Beginn an und Nuno Bettencourt lieferte an der Gitarre wie gewohnt ab. Auch die übrigen Musiker machten ihre Sache gut und nutzten die Spielzeit, um das Publikum auf DEF LEPPARD einzustimmen.

Danach wurde die Bühne für DEF LEPPARD umgebaut. Schon bei den ersten Takten wurde klar, dass hier noch einmal eine andere Größenordnung aufgefahren wurde. Die Lightshow war wirklich sehenswert und setzte die Band und die Bühne immer wieder eindrucksvoll in Szene.
Auch der Sound stimmte weitgehend. Die Gitarren kamen sauber und druckvoll rüber, der mehrstimmige Backgroundgesang gefiel mir besonders gut. Lediglich der Drumsound war für meinen Geschmack einen Tacken zu laut und drängte sich stellenweise etwas in den Vordergrund. Gerade bei den großen Refrains entwickelte sich trotzdem der typische DEF LEPPARD-Sound, der den Abend prägte.

Die Band präsentierte sich bestens eingespielt und Joe Elliott führte souverän durch das Programm. Natürlich wurden die großen Klassiker vom Publikum entsprechend gefeiert und viele Refrains von der Halle gleich mitgesungen.
Ein wenig schade fand ich allerdings, dass der eine oder andere große Hit fehlte. Bei einem Katalog wie dem von DEF LEPPARD hätte ich mir durchaus noch einige weitere Klassiker gewünscht. Trotzdem entwickelte sich in der fast ausverkauften Westfalenhalle ein rundum gelungener Abend.
Für mich überzeugten DEF LEPPARD vor allem mit dem sehr guten Sound, dem hervorragenden Backgroundgesang und einer wirklich gelungenen Lightshow. Und EXTREME erwiesen sich als Support, der seinen Platz auf dieser Bühne absolut verdient hatte.
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