There is something about me..

Blog Archives

HFO Interview

Posted by Samir On Juni - 20 - 2013

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Heute gibt es im Metal Impressions Interview eine der aufstrebenden Death Metal Bands Deutschlands, Hate Force One. Nachdem bereits das neue Album “Wave Of destruction” den Reviewcheck ĂŒberstanden hat, stehen nun die Jungs Rede und Antwort.

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STEEL PANTHER INTERVIEW

Posted by Uli On Dezember - 22 - 2011

o_steel-pantherDas Kerrang Mag hat mit Satchel (git.) und Lexxi Foxx (b) von der Posertruppe STEEL PANTHER ein Interview gefĂŒhrt. Watch Below!

BLACK STONE CHERRY

Posted by Anna On November - 24 - 2011

Ab sofort kann man das BLACK STONE CHERRY Interview mit Chris Robertson und Jon Lawhon bei uns sehen. Sie sprechen ĂŒber den Start der Band, ob sie Außenseiter in der Schule waren oder ob sie Zigarrenraucher der Marke “Black Stone Cherry” sind. Have fun! Watch Below!

MACHINE HEAD INTERVIEW

Posted by Uli On November - 23 - 2011

MACHINE HEADÂŽs Phil Demmel spricht in einem Interview ĂŒber seine Tattoos. Watch Below!

ANVIL INTERVIEW

Posted by Uli On November - 23 - 2011

Hier könnt ihr ein Interview mit Lips und Robb von ANVIL anschauen, die ĂŒber ihr neues Album “Juggernaut Of Justice” sprechen. Watch Below!

FARSOT INTERVIEW

Posted by Radu On November - 19 - 2011

farsot_photoMit dem aktuellen Album „Insects“ definieren FARSOT den Schubladenbegriff „Avantgarde Black Metal“ auf ihre eigene Weise und lösen sich von jeden Rahmenbedingungen, um ein eigenstĂ€ndiges StĂŒck Musikkunst zu schreiben. Gitarrist v.03/170 und SĂ€nger 10.XIt stellten sich tapfer unseren Fragen zum Interview.

Hallo und erstmal danke fĂŒr eure Zeit und herzlichen GlĂŒckwunsch zu eurer aktuellen Langrille! Wie gehtÂŽs dir und wie sind bis jetzt die Reaktionen auf „Insects“? Gab es bereits erste Feedbacks von den Fans?

v.03/170: Hallo, vielen Dank. Soweit ganz gut. Jetzt, da das Album nach langem Warten auf dem Markt ist, ist man doch ein wenig erleichtert, die schwere Geburt vollbracht zu haben. Die bisherigen Reaktionen sind, im Gegensatz zu unserem Erstling sehr kontrovers. Es gibt Leute, die das Album in den Himmel loben, genauso aber wird es von Grund auf als schlecht empfunden. Wir haben sicher einen Weg eingeschlagen, der viele Liebhaber der „IIII“ enttĂ€uscht haben mag, aber sind uns selbst konsequent treu geblieben. Uns geht es nicht darum, Erwartungshaltungen zu erfĂŒllen, sondern uns zu entwickeln und damit zu ĂŒberraschen – sei es im positiven oder negativen Sinne.

Wie kam es zu dem Albumtitel? Von der philosophischen Seite her sind Insekten Ă€lter als die Menschheit selbst und dĂŒrften uns vielleicht sogar ĂŒberleben. In Kombination mit eurem Albumcover macht das Album nicht nur musikalisch, sondern auch textlich und optisch was her. ErzĂ€hlt uns bitte etwas ĂŒber den Hintergrund der Covergestaltung und der Texte.

10.XIXt: FĂŒr den Titel entschieden wir uns noch vor Fertigstellung des Albums. Er ist direkt, prĂ€gnant – gibt dennoch genug Spielraum zur Eigeninterpretation und lĂ€sst Fragen offen, welche beim intensiven BeschĂ€ftigen mit dem Album auf individuelle Weise beantwortet werden. In Kombination mit dem Cover, dem Lyrik-Konzept und der Musik entstand die von uns erwĂŒnschte dichte, dĂŒstere und sogleich mysteriöse Melange „Insects“. Die Manipulationen im Booklet (basierend auf Kupferstichen von Gerard De Lairesse, angefertigt fĂŒr einen anatomischen Bildband des NiederlĂ€nders Govard Bidloo im Jahr 1685) und auf dem Cover erschienen uns das gesponnene Konzept perfekt abzurunden und den erdigen Charakter des Albums sehr stimmig zu untermalen. Durch das Einbinden der Insektenthematik in die Grafiken schufen wir einen abgrĂŒndigen Plot, welcher einen intensiven Bezug zu dem in den Lyrics beschriebenen Vergleich zwischen der Menschheit und den Insekten. Der aufgeschlossene Hörer wird bei dieser GegenĂŒberstellung zum Nachdenken angeregt und stellt ihm Fragen, welche – wie er bald feststellen wird – mehr oder weniger rhetorischer Natur sind. „Inwiefern bin ich Insekt?”, „Degradiere ich mich durch meine Verhaltensweisen nicht etwa selbst zum sogenannten Ungeziefer?”, „Ist unsere Spezies ĂŒberhaupt so anpassungsfĂ€hig, wie wir stets von uns behaupten?“ „Ist der Mensch in der Tat die Krone der Kreation, die er von sich behauptet zu sein?” und „Ist nicht etwa das Insekt das ĂŒberlebensfĂ€hige Individuum im Kampf ums Überleben?”

Auf welche Art und weise finden die Texte ihren weg in eure Lieder? Gibt es eine bestimmte Inspiration oder Stimmung, die ihr dafĂŒr benötigt?

v.03/170: Die Stimmung haben die Lieder selbst mitgebracht. Anders, als beim VorgĂ€ngeralbum, ist das lyrische Konzept nicht vor’m Entstehungsprozess der Songs entstanden, sondern auf die fertigen StĂŒcke angepasst. Unser SĂ€nger hat sich hierbei vom Grundcharakter inspirieren lassen. Jedoch war schon im frĂŒhen Stadium des Albums zu bemerken, dass die Thematik eine Endzeitliche sein wĂŒrde.

Stilistisch gibt es hier eine Menge zu entdecken; euer Album nimmt den Hörer schnell mit, lĂ€sst ihn aber auch langfristig immer neue Details erkennen. Habt ihr dafĂŒr eine bestimmte Vorgehensweise, oder verlasst ihr euch ganz auf euren Instinkt?

v.03/170: Ein Rezept gibt es dafĂŒr nicht. Wir schreiben mehr oder weniger aus dem Bauch heraus. NatĂŒrlich kommt uns dadurch eine musikalische Offenheit der einzelnen Bandmitglieder in seine spezielle Richtung zugute. Hier fließen Stilistiken aus den GeschmĂ€ckern sĂ€mtlicher Musiker zusammen.

Durch die englische Sprache werdet ihr auch international Leute erreichen, denen eure Texte vielleicht bis dato verschlossen war. Wie kam es dazu?

v.03/170: Was du da ansprichst, war garnicht die eigentliche Intention hinter den englischen Lyrics. Wir haben, wie oben schon angesprochen viel experimentiert, doch schon in der frĂŒhen Entstehungsphase der Werke war uns klar, dass zu dieser Art von Musik, deutsche Texte schlichtweg unpassend wĂ€ren.

Wenn ihr jemandem, der noch nie etwas von euch und „Insects“ gehört hat, mit wenigen Worten einen Einblick auf euer letztes Werk geben wĂŒrdest, wie wĂŒrden sie lauten?

v.03/170: Trocken, erdig, vielseitig, durchdacht, intensiv. Blackmetal jenseits von Konventionen und Schubladen.

RĂŒckblickend auf eure Bandgeschichte: wie kam es zu eurem Namen FARSOT und welche Bedeutung hat er?

v.03/170: Die Namenswahl ist bei jeder Band ein heikles Thema. Oft sind Namen einfach zu lang, zu kitschig, nicht sehr einprĂ€gsam oder schlicht und einfach schon vergeben. Das Wort „farsot“ stammt aus dem Alt-Schwedischen, bedeutet soviel wie „Epidemie“ und schien uns mit seiner KĂŒrze und PrĂ€gnanz auf Anhieb als passend.

Wenn man euch auf „Insects“ in eurem Element hört scheint ihr sehr nah bei euch selbst zu sein. Vergleiche mit anderen Bands sind hier nebensĂ€chlich, weil ihr einen eigenen Stil habt. Somit seid ihr auch nur schwer in eine Richtung einzuordnen. Was denkt ihr ĂŒber die Musikszene heute im Vergleich zu euren Anfangstagen? Hat sich vieles verĂ€ndert und was bedeutet es fĂŒr euch persönlich?

v.03/170: Die Musikszene ist mittlerweile gespalten. Es gibt diejenigen, die auf alten Werten und dem Grundgedanken des einstigen Black Metal beharren, der Rohheit, der KĂ€lte und musikalischen SimplizitĂ€t. Die andere Seite hingegen steht fĂŒr Fortschritt und Entwicklung in der Musik. Sie beugen sich nicht den Konventionen, auf denen die „Old-Schooler“ beharren und sind offen fĂŒr EinflĂŒsse aus anderen Sparten. Die Darstellung ist hier sehr grob und dualistisch, aber wenn man einen ausfĂŒhrlicheren Überblick geben wollte, könnte man sicher ein Buch fĂŒllen. Sicher hat jede Ansichtsweise dahingehend ihre Berechtigung, fĂŒr mich persönlich zĂ€hlt allerdings eher die musikalische Weiterentwicklung, als der Grundgedanke der Szene.

Gibt es neben der Musik noch andere Dinge, in denen ihr euch kreativ entfaltet?

v.03/170: Die gibt es. Bestes Beispiel sind die Artworks unserer Alben. Die wurden alle von unserem SĂ€nger entworfen. Einige Aufnahmen, wie beispielsweise das Demo „042103freitod“ oder das Katatonia-Cover „I break“ wurden von uns selbst aufgenommen, den kurzen Videotrailer fĂŒr „Insects“ haben wir auch selbst angefertigt. Das sind bisher nur band-interne Beispiele, natĂŒrlich ragt die Palette auch ĂŒber die Arbeit an und mit der Band hinaus.

Ihr habt euch mittlerweile auch einige Fans erspielt. Welche VerĂ€nderungen bei live Auftritten verspĂŒrt ihr, wenn ihr an eure ersten Gigs denkt?

v.03/170: Eigentlich hat sich da nicht so viel getan. Es macht nach wie vor genauso viel Spaß vor ein Publikum zu treten und die Musik zu prĂ€sentieren. Klar ist man etwas routinierter und spielt seine Parts konsequenter, aber das GrundgefĂŒhl ist das gleiche. Allerdings merkt man, dass immer mehr Leute vor der BĂŒhne die Songs schon kennen und die Texte mitsingen. Ein tolles GefĂŒhl.

Was war euer schrÀgstes Tourerlebnis?

v.03/170: Uh, wo soll man da anfangen, hehe? Da gab es einige. Aber das abgefahrenste war sicher, mit dem Nightliner in Ostende mitten in der Nacht auf einem verlassenen Dock zu stehen und keinen Strom mehr zu haben, weil der Veranstalter beim Verlassen des Clubs die Sicherungen gezogen hatte und so der Bus nicht mehr starten konnte. Telefonisch war er nicht erreichbar, Abschleppdienste wollten nicht ausrĂŒcken und so standen wir im Februar bei eisigen Temperaturen da, ohne funktionierende Heizung, ohne Licht und Musik im Bus und konnten nicht weiter.

Gibt es im musikalischen Sektor Bands/Alben, die euch besonders beeinflusst haben und die ihr unseren Lesern gerne ans Herz legen wĂŒrdet?

v.03/170: Besonders beeinflusst hat mich eigentlich kein Album, keine Band so, dass ich favorisieren könnte, ohne damit anderen KĂŒnstlern unrecht zu tun, indem ich sie weglasse. Spontan könnte ich sicherlich Opeth, Faith No More oder Massive Attack nennen, aber eine KĂŒnstlerin, die definitiv mehr Beachtung verdient hĂ€tte, ist Elsiane mit ihrem Album „Hybrid“. Großartige, minimalistische, aber doch unter die Haut gehende Musik.

Welche ZukunftsplÀne schmiedet ihr gerade und worauf können sich die Fans freuen?

v.03/170: Im Moment genießen wir die Gegenwart und sind froh, uns ĂŒber kĂŒnftige Ereignisse keine großen Gedanken machen zu mĂŒssen. Es wĂ€re schön, wenn wir im nĂ€chsten Jahr eine Tour mit krĂ€ftigem Line-Up spielen zu können, oder ein paar vielversprechende Festivalgigs. Alles Weitere wĂ€re zu sehr nach vorn gedacht.

Vielen Dank fĂŒr eure Zeit und Worte fĂŒr unsere Leser! Noch einige Worte fĂŒr eure Fans?

v.03/170: Vielen Dank fĂŒr das Interview. Ich denke, das waren der Worte genug. ;)

Radu

NAPALM DEATH INTERVIEW

Posted by admin On November - 2 - 2011

“Noisography.com” haben am 12. Oktober 2011 ein Interview mit NAPALM DEATH-Fronter Mark “Barney” Greenway in der “Seahorse Tavern” im kanadischen Halifax, Neuschottland, gefĂŒhrt. NAPALM DEATH haben kĂŒrzlich ihren Vertrag bei Century Media Records verlĂ€ngert und haben ihr 14. Studio-Album erneut zusammen mit ihrem langjĂ€hrigen Produzenten Russ Russell in den “Parlour Studio” im britischen Kettering aufgenommen, welches dann Anfang 2012 veröffentlicht wird.

NAPALM DEATH sind momentan aktuell noch in Kanada unterwegs und es sind bereits Gigs beim nĂ€chstjĂ€hrigen “Wacken Open Air”, dem “Neurotic Deathfest” in den Niederlanden und beim “Maryland Deathfest” in den USA bestĂ€tigt worden.

CORPSE MOLESTER CULT INTI

Posted by admin On September - 6 - 2011

CMCpromoInterview mit Antti Åström von Corpse Molester Cult Unter dem Motto „Versteckte Todesmetall-Perlen des Nordens” prĂ€sentieren wir Euch hiermit einen Genre-Geheimtipp fĂŒr alle diejenigen, die vom aktuellen Metalcore- und Nu-Metal-Hype die Schnauze voll haben und mal wieder Bock auf echten Death Metal haben, der so richtig schön Old-school-mĂ€ĂŸig dahin groovt.

Der CMC-SĂ€nger Antti hat uns, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, ein paar neugierige Fragen zu seiner Band beantwortet, in welcher kein Geringerer als Tomi Joutsen (Amorphis) an den Gitarren-Saiten mitrockt.

Wir erhalten dank dem sympathischen Frontmann einige Einblicke in die schrÀgen Fantasien finnischer Horror-Freaks und noch etliche tolle Musik-Tipps mit dazu.

Hallo Antti, nett mit Dir zu sprechen. Leider ist es eine Tatsache, dass Ihr bisher recht unbekannt seid in Deutschland, aber ich versuche, dies zu Àndern. Nun, ich persönlich bin ziemlich genervt von diesem ganzen Nu Metal und Metalcore Schrott, ich freue mich richtig dass es noch solche versteckten SchÀtze wie Eure Band gibt. Was genau war Deiner (oder Tomis) Grund, die Band einst ins Leben zu rufen?

Ich freue mich auch mit Dir zu sprechen, es ist mir ein VergnĂŒgen. Ich denke, einer der HauptgrĂŒnde, diese Band zusammenzustellen war der Drang old school Death Metal zu spielen, diese Art von Musik, die unsere Köpfe zum Nicken bringt und andererseits ist es unser Tribut an das Genre, welches wir lieben und respektieren. Wir haben so vieles von diesen old school Death Metal Bands wie Entombed, Grave, Obituary, Napalm Death, Autopsy und vielen mehr gewonnen, dass wir dachten, es sei an nun der Zeit, etwas zurĂŒckzugeben. Ich stehe auch nicht auf diese (*Original-Zitat*) ‚Nu-Metalcoresupposedtoberoughnerdmetal‘ Bands. Sicher ist etwas an Potential vorhanden bei einigen dieser Bands, naja bestenfalls ein paar brutal klingende Riffs und unfassbares Gegrunze aber meistens sind mir all diese trendigen ‚Emo-Technical-Melo-Metal‘ Bands zuwider. Ich denke, es besteht eine Kluft zwischen den Generationen und wir sind wahrscheinlich zu alt, um zu verstehen, was diese jĂŒngere Generation auszudrĂŒcken versucht.

Welche Bands haben Deiner Meinung nach den meisten Einfluss auf Euren Death Metal Stil genommen?

Wir alle fĂŒnf sind Langzeit-Death Metal-Fans und ich fĂŒr meinen Teil kann sagen, dass mein Death Metal Enthusiasmus mit Bands wie Grave, Entombed und Dismember begann. Fast alle diese Bands der Stockholmer Szene haben zu meiner musikalischen Orientierung beigetragen. Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich Grave‘s „Into The Grave“ als junger Bursche hörte. Es war GEIL! Wie kann jemand so harte Musik machen? Das war es. Kein zurĂŒck. Nur wenige Tage spĂ€ter sah ich Grave zusammen mit Tomi und wir bekommen immer noch GĂ€nsehaut, wenn „Morbid Way To Die“, „Into The Grave“ und „Soulless“ gespielt werden.

Eure Texte sind ziemlich brutal, haha, ein bisschen eklig manchmal, ist es richtig sie in einem ironischen Kontext zu betrachten?

NatĂŒrlich ist das richtig. Die Leute können die Texte an ihr Leben anpassen, jeder entdeckt unterschiedliche Dinge zwischen den Zeilen. Manchmal nehmen Menschen diese Art von Texten zu ernst, wir singen ĂŒber Werwölfe, Religion, Tod, Vergewaltigung, VerstĂŒmmelungen, Zombies und viele andere verschiedene Dinge. FĂŒr jeden etwas. Ich bin ein Film-Freak und stolz darauf. Die meisten meiner Ideen fĂŒr Texte stammen aus diesen alten, ‚blut-aus-der-fresse-triefenden‘ Filmen. Ich liebe Filme wie „Evil Dead“, „Braindead“, „Bad Taste“, „Night Of The Living Dead“ „Cannibal Holocaust“, „Zombie Holocaust“ und „Demons“. Manchmal versuche ich sogar etwas zu schaffen, was noch kranker als alles andere ist. Es ist witzig mit seiner Vorstellungskraft zu spielen und diese dunklere Seite zu entdecken. Obwohl manchmal erschreckt es mich selbst, solche Ideen zu haben, wie z.B. dass irgendwelche Typen MĂ€dchen in ihrem Keller einschließen, sie schwĂ€ngern und letztendlich die Neugeborenen essen, sozusagen ihre eigene Nahrungskette erschaffen. Denkt man normalerweise an sowas?

Soweit ich weiß, ist die Band ein Nebenprojekt, habt ihr bereits PlĂ€ne, CMC irgendwann auszuweiten? Nun, ich denke, das hĂ€ngt von Eurer Zeit ab.

Wir schreiten von Tag zu Tag und schauen was passiert. Außerdem möchten wir diese Sache fĂŒr uns frisch erhalten und sehen daher keine Notwendigkeit zur Eile. Neue Songs wurden bereits geschrieben und einige PlĂ€ne geschmiedet, nichts großes. Hoffentlich schmeißen wir bald ein paar Gigs und haben ein wenig Spaß, wĂ€hrend wir unsere Songs spielen und was diese ‚Nebenprojekt‘-Sache anbelangt, jeder Einzelne von uns bringt hier 100% und das ist genau das, was wir beabsichtigen. Einfache Kerle spielen einfache Musik. :D

Nun, Euer Gitarrist ist gleichzeitig auch der SĂ€nger von Amorphis, denkst Du, es ist ein Vorteil oder seid Ihr manchmal etwas genervt von seinem Mangel an Zeit fĂŒr Corpse Molester Cult?

Ich glaube, einige Leute checken uns sicherlich bloß ab, weil Tomi in unseren Reihen ist aber wir kannten uns schon Jahre vor seiner Karriere bei Amorphis und es ist daher kein Thema fĂŒr uns. Wir sind nun bereits seit fast 6 Jahren dabei und Tomi ist derjenige, der kontinuierlich versucht, Corpse Molester Cult-Proben zu arrangieren und er schreibt die ganze Zeit ĂŒber neues Material fĂŒr uns. Aber bei CMC ist Tomi „nur“ unser Gitarrist und nicht der „Amorphis-Typ“. Wir sind einfach fĂŒnf Kerle aus dem finnischen Lohja, die die Musik spielen wollen, welche sie lieben und Amorphis beeinflusst seine Arbeit bei uns nicht im Geringsten.

Was war bisher der grĂ¶ĂŸte Gig, den Ihr gespielt habt, ich denke im Ausland gab es noch keinen?

Wir haben bereits ein paar Gigs gespielt aber nichts Großes, nicht mal auf Death Metal Ebene, hoffentlich schmeißen wir zukĂŒnftig noch ein paar weitere Shows. Corpse Molester Cult ist immer offen fĂŒr jegliche VorschlĂ€ge, wenn jemand daran interessiert ist uns auftreten zu lassen, sollte er nicht zögern uns zu kontaktieren.

Habt ihr bereits irgendwelche PlĂ€ne dafĂŒr, ein vollstĂ€ndiges Album aufzunehmen -falls ja, wann beginnen die Aufnahmen -falls nicht, warum nicht?

Nein, keine PlĂ€ne fĂŒr ein vollstĂ€ndiges Album. Wir haben zwar schon unzĂ€hlige Songs und Ideen auf Lager aber wir werden weitere Songs vorraussichtlich nur als Vinyl-Singles oder Split-EPs rausbringen.Es steht noch nichts fest und wir möchten die Dinge einfach und irgendwie im Untergrund behalten. Singles auf Schallplatte und EPs sind eine großartige Möglichkeit um alles neu und interessant bleiben zu lassen.

Denkst Du persönlich, dass es einen besonderen Reiz hat, in einem Land wie Finnland zu leben und eine Band zu haben, in welchem die Metal Szene sehr dicht ist oder ist es Deiner Meinung nach eher ein Fluch manchmal?

Es ist etwas Besonderes, im Land des ewigen Winters zu leben, das ist der Grund, weshalb finnische Musik so verdammt dĂŒster klingt. :D Nein,ernsthaft, es gibt unzĂ€hlige großartiger Metal Bands in ganz Finnland und Metal Bars noch und nöcher. Sogar in einer Kleinstadt, wie in unserem Heimatort Lohja gibt es eine starke Metal Szene. Und wenn Du Dich fĂŒr die finnische Death Metal Szene interessierst, solltest Du ganz sicher diese Bands nicht verpassen: „Sotajumala“, „Demigod“, „The Zombi“, „Total Devastation“, „Torture Killer“, „Hooded Menace“, „Avoimen Haudan LöyhkĂ€â€œ, „Lie In Ruins“, „Vorum“, „Winterwolf“, „Rolling Corpse“, „Tukkanuotta“ usw., usw. 


Ganz besonders hat es mir die einfache Covergestaltung Eurer EP angetan. Es gefĂ€llt mir sehr gut in der heutigen Zeit, in der absolut jede Band ihren eigenen weiterempfohlenen KĂŒnstler braucht. Ich hoffe, Ihr behaltet das so bei, seid Ihr auch zufrieden damit?

Sehr sogar. Unser Freund Sami Laakso hat das Cover gestaltet und das Logo hat Tomi entworfen. Es war eine klare Entscheidung, dass das Logo auf‘s Cover kommt. Alles einfach halten, auch wenn die frĂŒhen 90er und spĂ€ten 80er Cover genial gezeichnet waren. Sepultura‘s „Arise“, Morbid Angels „Altars Of Madness“ usw., usw.

Wer hat Eure geilen Shirts entworfen? Ich freue mich eins davon zu besitzen, es erinnert mich an meine 90er Death Metal Shirts, verdammt!

Es wurde von Ville Anger (http://www.angerdesign.com/) gezeichnet, inspiriert von unserem Song „Benedictus Perverticus“. Großes Lob an Ville dafĂŒr, es entspricht genau unseren WĂŒnschen und Vorstellungen. Purer old school. Eigentlich war es geplant, das Bild fĂŒr weitere Veröffentlichungen zurĂŒckzuhalten aber wir fanden es einfach zu cool um es fĂŒr uns zu behalten.

NatĂŒrlich ĂŒberlasse ich Dir das berĂŒhmte ‚letzte Wort‘, jetzt hast Du die Gelegenheit, Euren deutschen Fans noch einmal mitzuteilen, was Du magst (solange es die Zensur ĂŒbersteht, hehe).

Hoffentlich bekommen wir einmal die Gelegenheit rĂŒberzukommen, um deutschen Metalheads Death Metal in Reinkultur zu bieten. Erhaltet die Szene am Leben und hoch die Tassen! (ganz einfach halt :D )

Tausend Dank, dass Du Dir die zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Macht‘s gut & Kiitos!

Natascha North

INTERVIEW DEFUSE MY HATE

Posted by admin On August - 3 - 2011

DEFUSE MY HATE DIARYIn den nĂ€chsten Tagen wird das erste Full Lengh Album „The Diary“ von DEFUSE MY HATE die RockÂŽn Growl AnhĂ€ngerschaft beglĂŒcken. SĂ€nger und Gitarrist Christian “Chrissi” Wehner nahm sich einige Minuten Zeit und stellte sich unerschrocken unseren Fragen.

Hallo und erstmal ein fettes Dankeschön fĂŒr die Zeit, sich unseren Frage zu stellen. Ihr habt gerade die Aufnahmen zu eure Erstling „The Diary“ abgeschlossen. Zur Zeit wird es noch abgemischt bevor es von der Kette gelassen wird. Was ist das fĂŒr ein GefĂŒhl und seid ihr vor der Veröffentlichung nervös?

Hi, natĂŒrlich sind wir nervös wie das Endergebnis wird und wie unser erstes Album einschlagen wird! Wir haben uns sehr viel MĂŒhe gegeben und hart daran gearbeitet, die Scheibe qualitativ so hochwertig und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.

Ein kurzes Wort fĂŒr die Leute, die euch noch nicht kennen; wie sind DEFUSE MY HATE entstanden und welche Geschichte steckt hinter dem Bandnamen?

DEFUSE MY HATE entstand aus einer Band die zu Beginn mal LIBERTY TRUST hieß.

Nach einigen Besetzungswechseln sowie Stil- und NamensĂ€nderungen (dazwischen hießen wir mal SCOLD und auch „nur“ DEFUSE) kristallisierte sich die heutige Besetzung heraus.

Vor der Namensgebung „DEFUSE MY HATE“ hießen wir nur DEFUSE.

Nach der Veröffentlichung unseres 1. Demos wurden wir  doch von der finnischen Band „DEFUSE“, welche bei Sony unter Vertrag sind gebeten, unseren Namen zu Ă€ndern um Bandverwechslungen zu vermeiden.

Nach langem Überlegen und vielen VorschlĂ€gen entschieden wir uns dann fĂŒr die heutige Version.

Es gab diverse Line Up Wechsel wÀhrend eurer Karriere. Wie bist du zu DEFUSE MY HATE gekommen?

Ich bin GrĂŒndungsmitglied und habe damals unseren Oli fast genötigt, dass wir mal was zusammen machen als ich hörte, dass er Schlagzeug spielt und so nahm alles seinen Anfang.

Ihr macht seit 1995 Musik und pflĂŒgt euch fleißig durch den Underground. Eure EP „Out of the ashes“ hat 2009 fĂŒr Aufmerksamkeit gesorgt und viele Leser Online dazu aufgefordert, euch mal live anzutesten. Was kann man als Fan von euch live erwarten ? Habt ihr ein bestimmtes Live Konzept ?

Spaß haben und die bestmögliche Show und QualitĂ€t abliefern ist glaube ich das beste Konzept fĂŒr ne Liveshow. Das bestĂ€tigen uns auch die Leute immer wieder, dass man merkt, dass wir einfach Spaß haben auf der BĂŒhne. Wir versuchen natĂŒrlich auch die Fans mit in die Show einzubeziehen, denn wir wollen ja alle zusammen ne geile Zeit haben!

Auf eurer Homepage sieht euer Terminplan ja ordentlich gefĂŒllt aus. Wie sieht euer Leben neben DEFUSE MY HATE aus? Seit ihr alle jobtechnisch flexibel, oder wie bekommt ihr das alles unter einen Hut?

Die meisten Shows finden ja Samstags abends statt, da hat normal jeder von uns Zeit und wenn’s mal anders fĂ€llt, dann versucht einfacher jeder sich freizuschaufeln damit wir die Termine wahr nehmen können, denn es gibt doch nichts schöneres fĂŒr einen Musiker als auf der BĂŒhne zu stehen und abzurocken.

Ihr habt ja bereits mit einigen bekannten Bands gespielt. Was ist es fĂŒr ein GefĂŒhl, sich die BĂŒhne mit Leuten zu teilen, die man selbst als Musiker schĂ€tzt?

Es ist natĂŒrlich immer was ganz besonderes und schon aufregend wenn man mit den „Grossen“ spielen darf, denn man wĂ€re ja selbst gerne so berĂŒhmt, aber es sind auch nur ganz normale Menschen. Halt solche, die es bereits geschafft haben.

Es ist immer wieder interessant, sich mit solchen Musikern zu unterhalten und man kann viel Erfahrungen austauschen.

Was Live Erfahrungen angeht: Was war euer skurillstes/schrÀgstes oder lustigstes Live Erlebnis?

Das lustigste war auf jeden Fall, als wir bei nem kleinen Open Air gespielt haben, was eigentlich ne große Geburtstagsparty war und wir die „Roll of Death“ erfunden haben!

Da ließen wir die  Leute sich auf den Boden setzen und auf Kommando wie bei ner normalen „Wall of Death“ aufeinander zu rollen/krabbeln und dann gab®s n riesen Menschenkneuel!

Ansonsten gibt’s jede Menge lustige, aufregende, spannende Momente und es gibt bei jeder Show wieder neue.

Einige Worte zum neuen Album. Ihr bezeichnet euren Stil als „Rock n Growl“, was ich schon recht cool finde, weilÂŽs einfach nur passt. Wie lĂ€uft es bei euch mit dem Songwriting? Stellt ihr euch einfach in den Proberaum, spielt jeder zuhause seinen Part ein und bringt ihn dann mit oder wie funktioniert das bei euch?

Bei uns ist das ganz unterschiedlich.Entweder spielt irgendjemand was zuhause und bringt die Idee dann mit oder, was meistens der Fall ist, wir jammen im Proberaum und wenn was gutes dabei ist wird daran weitergearbeitet und der Song ausgebaut.

Was beinhaltet der Titel „The Diary“ fĂŒr euch persönlich und wie ist er entstanden?

FĂŒr mich persönlich hat er eine große Bedeutung. Ich habe den Text im Zug geschrieben als ich von meiner jetzigen Frau, als wir noch eine Fernbeziehung fĂŒhrten, von Regensburg heimfuhr. Das spiegelt sich ganz deutlich im Text wieder. Der Titel allein passt zu uns, da wir ja schon einige Jahre Musik machen und viel erlebt haben und auch darĂŒber viel erzĂ€hlen und ein Tagebuch schreiben könnten.

Stammen die Texte aus persönlichen Erfahrungen? Was kommt zuerst, Text oder Musik und wie bringt ihr es im Kontext miteinander?

Zu einem sehr großen Teil sind es persönliche Erfahrungen und Erlebnisse. Aber auch alltĂ€gliche Themen aus den Nachrichten inspirieren mich zu den Texten. Ich schreibe meine Texte mit einer Melodie, die ich im Kopf habe, die aber meistens dann mit dem fertigen Song wenig zu tun hat. Wenn wir dann die Instrumentalarbeit machen suchen wir uns einen Text dazu aus und passen beides aneinander an.

Ihr könnt bereits mit einem professionellem Video zum Song „Rise“ aufwarten. Wie ist es entstanden und welche Geschichte steckt hinter dem Videodreh?

Wir hatten das riesige GlĂŒck, das ein Bekannter von uns zusammen mit seinem Studienkollegen eine Band fĂŒr ihre Bachelorarbeit suchten, da diese AbschlussprĂŒfung ein

Professionelles Musikvideo sein sollte und so wurden wir angefragt. Aufgenommen wurde es sehr professionell mit Kamerakran, Schienen und allem, was man von einem Filmset kennt. Super aufregend das ganze wenn auch genauso anstrengend 7 Stunden immer einen Song zu performen.

Das Zusammenspiel von cleanem Gesang, tieferen Gitarren und Growl Vocals ist kein neues Konzept, aber es knallt bei euch wie Sau. Viele Bands haben sich diesem Stil verschrieben; was kann der Hörer von eurem Album erwarten und wie wird eure weitere Entwicklung aussehen (sofern es einen Plan gibt)?

Das Album wird auf jeden Fall sehr abwechslungsreich sein, da wir uns nicht auf bestimmte Songschemen festlegen sondern immer das machen, worauf wir gerade Lust haben. Wenn’s ne gute Idee ist, warum also nicht spielen nur weil’s anders klingt als der Rest vom Set?

Das Artwork spielt ja bekanntlich auch eine große Rolle. Wie seit ihr an das Artwork von „Out of the ashes“ rangekommen und was symbolisiert es bei „The Diary“?

Das Artwork entwerfe ich und bei „Out of the Ashes“ zeigt das Cover einen Engel, der unseren Skull aufhebt. Symbolisch fĂŒr das „Wiederaufstehn“ nach einigen TiefschlĂ€gen mit Besetzungsproblemen usw. Daher auch zum Teil der Titel damals.

FĂŒr “The Diary” ist die Interpretation die, das der Totenkopf fĂŒr die Sache an sich, egal ob es sich um Beziehungen, TrĂ€ume oder was sonst jemand fĂŒr Vorhaben hat handelt. Die geschwungenen Linien zum Skull hin oder wenn man möchte auch vom Skull weg stehen fĂŒr die verschiedensten Wege und Ereignisse, die zu diesem Ziel hinfĂŒhren oder manchmal auch einen RĂŒckschritt bedeuten.

Habt ihr neben DEFUSE MY HATE weitere Projekte zur Zeit?

Es gab mal eine Zeit lang andere Projekte neben DEFUSE MY HATE aber wir konzentrieren uns jetzt alle voll auf unsere Band, was sich auch in der wachsenden Zahl an Gigs und natĂŒrlich auch an einer wachsenden Fanbase bemerkbar macht.

Letzterer möchten wir an dieser Stelle mal ein riesiges Dankeschön sagen, denn ohne sie wĂ€ren wir ja nicht da wo wir heute stehen! Vielen Dank fĂŒr euren Support !!!

Mit welchen Bands wĂŒrdet ihr am liebsten touren; gibt es Leute, die ihr gerne als Gastmusiker an Bord haben wĂŒrdet?

Oh, da gibt es glaub ich zu viele, um diese alle aufzuzÀhlen und ich denke es wÀre mit jeder Band interessant mal auf Tour zu gehen, da die Charaktere ja immer unterschiedlich sind, jede Band anders arbeitet usw.

Auf die Schnelle; ein Satz, der euch als Band am treffendsten charakterisieren wĂŒrde.

Wir haben Spaß an dem was wir machen und versuchen dies auf hohem Niveau zusammen mit unseren Fans zu feiern!

Zur Zeit rangeln sich viele Fans um das Thema CD VS. Vinyl. Wie steht ihr dazu und was wĂŒrdet ihr bevorzugen?

Heutzutage gibt es ja so viele Medien.

Ich wĂŒrde jedoch die CD vorziehen, da a) kleiner und b) robuster.

Wer hat schon nen Plattenspieler im Auto? ;o)

Vielen Dank fĂŒr eure Zeit und den Mut, alle Fragen zu beantworten! Viel GlĂŒck fĂŒr euren Erstling „The Diary“ und natĂŒrlich viel Spaß auf eurer Tour! Die letzten Worte an eure Fans gehören euch!

Wir haben zu danken und zwar erst mal fĂŒr die Möglichkeit, das Interview geben zu dĂŒrfen und natĂŒrlich allen, die uns in den letzten Jahren unterstĂŒtzt haben in welcher Hinsicht auch immer und wie schon erwĂ€hnt natĂŒrlich unseren Fans !!!

VIELEN VIELEN DANK! Wir sehn uns bei der nÀchsten Show!

Radu

INFESTING SWARM INTERVIEW

Posted by admin On Juni - 20 - 2011

Interview INFESTING SWARM Nach einigen Live AktivitĂ€ten (inklusive Krönung als einer der Besten Newcomer auf dem Legacy Metalfest 2011) und der ersten Demo, schrauben INFESTING SWARM an ihrem DebĂŒt Album. Mit ihrem charismatischem Sound und dem eher ungewöhnlichem Songwriting machte die Dortmunder Combo auf sich aufmerksam. Grund genug fĂŒr ein kleines SchwĂ€tzchen mit Schreihals/Gitarrist Dante, der uns ĂŒber die Geschichte, ZukunftsplĂ€ne und Leidenschaft zur Musik erzĂ€hlt.

Die Geburtsstunde

Mit eurer Demo habt ihr ja fĂŒr die eine oder andere offene Kinnlade gesorgt. Wie kam es zur Entstehung von INFESTING SWARM und warst du bereits vorher musikalisch aktiv?

UrsprĂŒnglich habe ich in einer Black Metal Band gesungen; im Laufe der Zeit habe ich mich jedoch immer mehr der Gitarre gewidmet, weil ich dadurch mehr Möglichkeiten habe mich auszudrĂŒcken. Reaper und ich haben bereits zusammen Musik gemacht du wir haben uns auch außerhalb der Band mit unserem damaligen Lead Gitarristen Carcass getroffen, um ein wenig zu Jammen. WĂ€hrend den Proben kamen die ersten Songs raus und wir beschlossen es als Nebenprojekt laufen zu lassen, um ein wenig mit neuem Sound zu experimentieren. Demothi, ein langjĂ€hriger Bekannte von uns stieß bald hinzu und ĂŒbernahm den Bass. Also haben wir uns einen Proberaum gesucht und begannen regelmĂ€ĂŸig zu Proben. Ironischerweise war der Proberaum gleichzeitig eine alte Schlachterei, die ziemlich gut zu unserem Musikstil passt (lacht).

Irgendwann kamen wir mit unseren Hauptbands an ein kreatives Ende an und so wurde INFESTING SWARM unser Hauptprojekt. Die ersten Schritte begannen wir 2006 und das komplette Line Up steht seit Ende 2007. Wir haben noch Kontakt zu den Mitgliedern unserer alten Bands und verstehen uns gut. Auch wenn man nicht mehr zusammen spielt ist jedes Wiedersehen trotzdem sehr familiÀr.

Von Prinzipien & Songwriting

Was wollt ihr mit INFESTING SWARM erreichen?

Es geht uns in erster Linie darum das Innerste nach außen zu kehren. Wir legen uns nicht im Vorfeld auf einen Stil fest. Es geht in erster Linie um die AtmosphĂ€re; wie viele Bands kennst du, die technisch was drauf haben, dann aber atmosphĂ€risch zu steril klingen? Ich denke dass technisches Spielen und SpontanitĂ€t zusammengehören, damit man eine packende AtmosphĂ€re schafft.

Wann schreibst du Songs und wie lÀuft das Songwriting innerhalb der Band ab?

Manchmal kommen mir Songelemente spontan beim Jammen oder beim Üben in den Sinn, aber es gibt auch Tage, an denen ich das Verlangen habe mich auszudrĂŒcken und einfach die GefĂŒhle in Songs zu transportieren. In erster Linie nehme ich zuhause die Gitarrenideen auf und programmiere dann das Schlagzeug dazu, damit das GrundgerĂŒst steht. Danach maile ich die Ideen an B.C. (Leadgitarrist) und dann spĂ€ter an Reaper, der die Grundidee des Schlagzeugs dann ausarbeitet und konkret eintrĂŒmmert. Ich studiere in Paderborn und der Rest der Meute ist im Ruhrgebiet; wir treffen uns alle zwei Wochen zum Proben und bleiben sonst ĂŒber das Internet im stĂ€ndigen Kontakt (E-Mail, Bandforum usw.), um an den aktuellen Ideen zu arbeiten.

Welche EinflĂŒsse spielen in eurer Musik mit?

Ich studiere zur Zeit Musikwissenschaft und bin daher der Klassik nicht ganz fern und Reaper hat eine auch eher klassische Schlagzeugerausbildung. Sein Schlagzeugstil beschrĂ€nkt sich nicht nur auf Metal, sondern hat auch einige Jazz und Progressive Elemente dabei. Dadurch können wir unterschiedliche EinflĂŒsse mischen und einen eigenen Stil erschaffen. Ich höre zudem viele unterschiedliche Bands und Musikstile. Ich denke das fliesst alles mit ein. Der Grundgedanke ist jedoch dĂŒstere brachiale Musik mit viel AtmosphĂ€re zu schaffen.

Wie ist das Demo entstanden ?

Wir hatten ursprĂŒnglich 7 Songs fertig, in denen wir unseren eigenen Stil gesucht haben. Nach reichlicher Überlegung haben wir alle in die Tonne gekloppt und mit dem Einstieg von B.C als neuem Lead-Gitarristen noch mal komplett neu angefangen, allerdings hatten wir nun bereits erste Erfahrungen im Songwriting. Als erstes schrieb ich „Relay“; in diesem Song spiegeln sich die Kraft und Abwechslung wieder, was unser Markenzeichen geworden ist. Uns ist wichtig, dass die Songs dem Hörer AtmosphĂ€re vermitteln. Seit 2008 arbeiten wir an den Songs und die Produktion und das Endergebnis ist Juni 2011 ĂŒber die BĂŒhne gegangen.

Man könnte bei eurem Schlagzeugstil meinen weit entfernt (und mit viel Phantasie) EinflĂŒsse von MORBID ANGEL rauszuhören. War die Band ein Einfluss fĂŒr euch?

Ehrlich gesagt bin ich nicht der typische Death-Metaller, der die ganzen alten Bands kennt. Ich kenne die Band vom Namen her, könnte dir aber keine genauen Songs nennen. Trotzdem danke fĂŒr das Kompliment (lacht). Gerade das Schlagzeug ist sehr aufwendig, weil es einen eigenen Stil und einen recht untypischen Sound hat. Das Schlagzeug nimmt auch die meiste Zeit in Anspruch.

Musikszene VS Leidenschaft.

Welche Reaktionen gab es bereits zu eurer Demo und was denkst du ĂŒber die Musikszene ?

Ehrlich gesagt ist in erster Linie der Sound einer Band sehr wichtig. Man hört einigen Bands einfach an, dass sie ehrliche Musik machen und der Sound ist das Markenzeichen. Man kann noch so gut produzieren und technisch noch so versiert sein, das alles hilft nicht wirklich, wenn die Musik nicht direkt aus einem selbst heraus kommt. Die Szene an sich beeinflusst uns nicht beim Songwriting, weil wir an keine Erwartungen gebunden sind, außer an die eigenen uns selbst gegenĂŒber. Wir ziehen unser Ding durch und als Ergebnis ist uns die Reaktion der Hörer wichtig. Dabei kommt es uns nicht auf BestĂ€tigung durch positives Feedback an, sondern gerade die kritischen Reaktionen zeigen uns, wo wir etwas optimieren können, um unsere Musik zugĂ€nglicher zu machen, ohne uns jedoch von unseren eigenen Erwartungen zu sehr zu entfernen. Bis jetzt haben wir die meisten Reaktionen aus unserem engeren Bekanntenkreis und aus 2 Reviews (eins davon bei http://www.metal-impressions.de/?p=14046.

Welche Live Erfahrungen habt ihr bisher gemacht?

Ehrlich gesagt war das Metalfest grad mal unser dritter Auftritt. Ich bekomme von der Organisation wenig mit, weil sich B.C. in erster Linie darum kĂŒmmert. Er organisiert Auftritte fĂŒr uns, spricht mit dem Veranstalter und regelt auch sonst alles in der Richtung. Das schönste an der Erfahrung auf dem Metalfest war die Tatsache, dass wir eine unbekannte Band sind, die viel positive Resonanz bekommen hat. Die Resonanz kam nicht durch Werbung, sondern durch die Musik, die unser Publikum ĂŒberzeugt hat. Es ist ein unbeschreibliches GefĂŒhl die Songs live zu prĂ€sentieren und die Menschen damit in seine Welt zu entfĂŒhren, die beim Songwriting entstanden ist. Dabei spielt das Image keine Rolle, sondern es geht um die Energie, die man rĂŒberbringen möchte und um den Spaß, den wir mit den Zuhörern haben. Schließlich wollen die Leute auch etwas fĂŒr das Geld sehen bzw. Hören und ich stelle mir immer vor, was ich als Zuschauer erwarten wĂŒrde und setze dies dann auch auf der BĂŒhne um.

Der Blick in die Zukunft

Was liegt bei euch in der Zukunft an? Wird man euch bald live treffen können?

Zur Zeit sind keine live AktivitĂ€ten geplant. Im Augenblick suchen wir nach einem Label, das uns hilft, unser DebĂŒt Album finanziell und PromotionmĂ€ĂŸig zu stemmen. Wir arbeiten bereits auf Hochtouren an unserem DebĂŒt und wollen es im FrĂŒhjahr 2012 auf die Menschheit loslassen, egal ob mit oder ohne Label. Die Demo ist quasi ein Appetizer, um auf den Geschmack zu kommen. Allerdings werden die Songs der Demo auch auf dem Album noch mal zu hören sein, dann allerdings in einem wuchtigeren Sound.

ErzÀhl mal, was war euer schrÀgstes Banderlebnis?

Das war wĂ€hrend unseres ersten Auftritts; wir hatten keinen gescheiten Soundcheck und der Tontechniker war nicht gerade von der fleißigsten Sorte. WĂ€hrend des ersten Songs ist die Monitorbox am Drumkit ausgefallen und unser Drummer konnte außer sich selbst nichts und niemanden hören. Somit musste ich ihm immer auf der BĂŒhne die Riffs zurufen, damit er nicht die Orientierung verliert. (lacht). Zum GlĂŒck habe ich den Tontechniker nach dem Auftritt nicht mehr getroffen, sonst hĂ€tte ich seinen Kopf wahrscheinlich ins Klo gesteckt.

Was kann man von eurem Album erwarten?

Uns ist wichtig, dass es eine gesunde Mischung der Songs mit viel Abwechslung fĂŒr den Hörer gibt. Ein Album, das stĂ€ndig auf 260 BPM auf der Schlagzeugspur hĂ€mmert wird auf Dauer eintönig und die Songs werden austauschbar. Jeder Song hat seinen eigenen Platz und wird unterschiedliche EinflĂŒsse haben, nicht nur Black und Death Metal. Wir suchen in verschiedenen Genren und die Songs werden unseren eigene Stempel tragen, wo am besten jedes Riff geil ist und das erfĂŒllt, was wir als Zuhörer auch selbst gerne hören wĂŒrden.

Welche EinflĂŒsse hast du neben der Musik?

Ich bin geistlich ein Kind der 80er, obwohl ich erst spĂ€t geboren wurde. Ich stehe total auf die Horrorfilme dieser Zeit. Auch musikalisch gibt es bei mir einen bunten Cocktail von Glam Rock ĂŒber Stoner/Psychedelic bis hin zu Heavy und Death/Black Metal.

Wie wĂŒrdest du jemandem INFESTING SWARM beschreiben, der euch noch nie gehört hat?

Das ist ja mal eine Scheißfrage (lacht). Also, ich wĂŒrde es ihm ungefĂ€hr als ziemlich dĂŒstere, geile Scheiße empfehlen.

Vielen Dank fĂŒr deine Zeit und alles Gute noch mit INFESTING SWARM! Die letzten Worte an unsere Leser gehören dir.

Danke fĂŒr die Gelegenheit uns nĂ€her kennen zu lernen. Checkt unsere Musik an und wenn sie euch gefĂ€llt, hört sie euch an oder ladet sie euch runter, ist eh umsonst. Danke fĂŒr eure UnterstĂŒtzung!